Neuerliche Entpolitisierung des Privaten?

Super Artikel zur aktuellen Wirtschaftslage von der feministischen Wirtschafts- und Politikwissenschaftlerin Gabriele Michalitsch auf diestandard.at

http://diestandard.at/1271377557829/dieStandardat-Interview-Entprivatisierung-und-Entpolitisierung-des-Privaten

Trau keiner über 30?! – Bilanz einer Diskussionsveranstaltung

Das Thema interessierte offenbar vor allem auch Frauen unter 30 – so fanden sich letzten Donnerstag in der Städtischen Hauptbücherei am Urban-Loritz Platz erfreulicherweise auch einige junge Frauen ein, um Bilanz zu ziehen und über die letzten 30 Jahre Frauenpolitik zu resümieren mit denen, die auch live dabei waren. Ob es die Themenstellung war oder die Publicity-Kanäle, jedenfalls zählten wir geschätzte 8% vermeintliche Männer im Publikum, in einer Veranstaltung die sich allgemein nicht gerade als der Publikumsmagnet erwies. Die Podiumsgäste – durchwegs Frauen und sozusagen das „Who-is-Who“ der österreichischen Frauen- und Geschlechterforschung – Birgit Sauer, Gundula Ludwig, Stefanie Wöhl etc… – zeichneten ein im Grunde durchaus erfreuliches Bild einiger erfolgreich geführter Frauenkämpfe – selbstverständlich nicht ohne Vorbehalte. (mehr…)

Las cuotas masculinas en pie de lucha en el día de la mujer

Sollen wir uns eigentlich darüber freuen oder ärgern, dass uns ein Tag im Jahr als Internationaler Tag der Frau zugesprochen wird? Und sind Quotenregelungen, wie so oft behauptet, für Frauen, die zu blöd sind um sonst einen Job zu kriegen? Antworten auf dieses und mehr in einem spannenden Artikel auf Spanisch, der von mir verfasst und auf dem Blog einer Bekannten veröffentlicht wurde. Hier der link:

http://ojeadasinversas.blogspot.com/2010/03/las-cuotas-masculinas-en-pie-de-lucha.html

Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts. (Von Mithu M. Sanyal; erschienen im Verlag Klaus Wagenbach, Berlin)

Ein Buch, das die meisten von uns relativ erfreulich gefunden haben ist VULVA. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts von Mithu M. Sanyal. Die Autorin versucht darin, der Kulturgeschichte der Vulva, oder besser gesagt, dem „Aus-der-Geschichte-Schreiben“ der Vulva auf die Spur zu kommen.

Zunächst einmal weist sie in aller Deutlichkeit darauf hin, dass heute kaum eineR das Wort Vulva in den Mund nimmt, um sich auf das weibliche Geschlecht zu beziehen. Auch diejenigen, die verbal nicht mit „Zwischen den Beinen“ Vorlieb nehmen, sondern sich zu „Vagina“ durchringen konnten, vergessen, dass Vagina eigentlich nur einen Teil des weiblichen Geschlechtorgans bezeichnet. Für die Autorin ist diese Vermeidung und Verweigerung gegenüber der Bezeichnung „Vulva“ Hinweis auf zwei Dinge: Erstens, erschwere der fehlende (einheitliche) Signifikant die Kommunikation und damit die Auseinandersetzung mit Teilen des weiblichen Geschlechts (nämlich dem äußeren Teil, der eigentlich sichtbar ist und deswegen ja besonders leicht zu thematisieren sein sollte und darüber hinaus Klitoris und Schamlippen beinhaltet, also nicht ganz unwesentliche Körpersegmente, die nicht Teil der Vagina sind, aber für das Empfinden vieler Frauen im Grunde wichtiger sind) (mehr…)